OSRAM Continental: Ein Joint Venture mit Leuchtkraft.

Im ihrem Vortrag zeigen Vera Schnitzlein, Brand Strategy Director bei der Markenagentur KMS Team und Nadine Schian, Head of Communications bei OSRAM Continental wie zwei Konzerne zu gleichen Teilen zu einer neue Marke zusammengeführt werden können.

Die bei­den Mut­ter­kon­zer­ne Osram und Con­ti­nen­tal bün­deln ihre Kom­pe­ten­zen in der neu­en Mar­ke OSRAM Con­ti­nen­tal, um inno­va­ti­ve Pro­duk­te im Bereich LED-Licht-Tech­no­lo­gie für die Auto­mo­bil­bran­che anzu­bie­ten. KMS Team ent­wi­ckel­te in enger Abstim­mung mit dem Manage­ment bei­der Auf­trag­ge­ber par­al­lel zur Grün­dung des Joint Ven­tures das Naming, Logo sowie das Cor­po­ra­te Design.

 

 

Wobei sich dies als gar nicht so ein­fach dar­stell­te: die Grün­dung des Unter­neh­mens stand noch bevor. Eine Unter­neh­mens­iden­ti­tät muss­te also noch gefun­den wer­den und ver­schie­dens­te Aspek­te beach­tet wer­den. OSRAM woll­te mit sei­nem Namen im Logo auf­tau­chen, wäh­rend Con­ti­nen­tal auch zufrie­den mit einem neu­en Namen gewe­sen wäre. Wich­tig war es dem Manage­ment bei­der Müt­ter, dass jeweils bei­de Cor­po­ra­te Designs eben­bür­tig in das Erschei­nungs­bild inte­griert wer­den. „Wir haben gesagt, uns fällt es leich­ter, wenn wir nicht mit dem Gelb und nicht mit dem Pferd arbei­ten müs­sen“, berich­tet Nadi­ne Schi­an. Neue Namen wur­den schließ­lich ver­wor­fen, die Mar­ke OSRAM Con­ti­nen­tal inte­griert nun bei­de Müt­ter, denn die Aus­strah­lungs­kraft der Mar­ken schafft Ver­trau­en im neu­en Markt­um­feld. Aus recht­li­chen Grün­den muss­ten jeweils die Namen der Müt­ter als auch die gesam­te Wort­mar­ke mit Trade­mark-Zei­chen aus­ge­stat­tet wer­den.

 

 

Gemein­sam wur­de die Mar­ken­wer­te und das Mis­si­on State­ment „Sha­ping the Future of Mobi­li­ty Ligh­t­ing with Seam­less Con­nec­tivi­ty“ ent­wi­ckelt. Dabei galt es visio­när zu den­ken: Was ist in naher Zukunft im Bereich der neu­en Mobi­li­täts­kon­zep­te mög­lich? Wel­che Erwar­tungs­hal­tung hat der Nut­zer? Wie könn­te das Erleb­nis Auto­mo­bi­li­tät bei­spiels­wei­se als Pas­sa­gier in auto­no­men Fahr­zeu­gen gestal­tet wer­den? Das Cor­po­ra­te Design über­setzt die Mar­ken­wer­te in Gestal­tungs­prin­zi­pi­en, die cha­rak­te­ris­tisch für Licht sind: Kon­trast, Bewe­gung und Fokus. Die Initia­li­en, O und C ver­schmel­zen in Schwarz und Weiß bil­den den Kon­trast von Licht und Schat­ten ab. Ein ani­mier­tes Punkt­ras­ter auf schwar­zem Hin­ter­grund sym­bo­li­siert die sen­so­ri­schen Eigen­schaf­ten von Licht und die Mög­lich­kei­ten intel­li­gen­ter LED-Tech­no­lo­gie. Groß­zü­gi­ge Typo­gra­fie auf schwarz-wei­ßen Bild­wel­ten kom­bi­niert mit einem spar­sa­men und effekt­vol­len Ein­satz von Oran­ge erzeugt ein selbst­be­wuss­tes Erschei­nungs­bild.

 

Der­zeit arbei­ten Vera Schnitz­lein und Nadi­ne Schi­an am The­ma Kul­tur, um die Ent­wick­lung als eigen­stän­di­ges Unter­neh­men vor­an­zu­trei­ben und Mit­ar­bei­ter durch inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kam­pa­gnen zu befä­hi­gen eige­ne Wer­te des neu­en Unter­neh­mens zu leben. Damit wird der Grund­stein für ein zukunfts­fä­hi­ges, lang­le­bi­ges Unter­neh­men gelegt.








Text: Christine Wenning | 5.7.2019 | Fotos: Julius Stuckmann | CXI 19